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Die wahre Tortour von Fabienne Tinguely

Aktualisiert: 15. Dez. 2022

Am Donnerstag, 18. August 2022 ging es um 21h03 los. Schon beim Start hat es leicht geregnet. Ich fühlte mich etwas müde, dachte, dass es die Nervosität sei. Wir fuhren Richtung Bodensee, dann Richtung Chur bis der erste Pass, San Bernadino, kam. Oben angekommen, hatte ich schon meine erste Müdigkeitskrise. Ich musste 15min pausieren, danach haben mich meine Begleiter für die lange Abfahrt ins Tessin warm angezogen. Im Tessin durfte ich bereits meinen ersten Freunden zuwinken. Dies gab mir einen Motivationsschub trotz schlechtem Wetter. Die Fahrt über den Gotthardpass lief gut. Weiter beim Sustenpass hat es in Strömen geregnet. Kurze Zeit später kam die zweite Nacht, ich fühlte mich fit und munter. Am Samstagmorgen früh waren wir in Nyon. Auch hier hat es wieder geregnet. Ich wusste, dass es jetzt nicht mehr weit ist bis zum Ziel. Meine Begleiter versuchten mich alle 30min zu Verpflegen. Der Körper sollte schliesslich weiterhin genug Energie haben. Der unzählige Kleidungswechsel hat sich gelohnt, dachte ich mir. Oder doch nicht? Plötzlich kurz vor Aarau, auf den letzten 70km vor dem Ziel, fühlte ich mich unwohl. Ich hatte einige Gedächnislücken. Mein Gehirn wollte einfach nicht mehr mitmachen. Der Schlafmangel, 58h ohne Schlaf, kam mir 40km vor dem Ziel zum Verhängnis. Angstzustände und Halluzinationen zwingten mich zum aufgeben. Ohne meine Begleiter wäre ich vielleich nicht mehr hier, da sie rasch reagierten und somit schlimmeres verhindert . Herzlichen Dank an meine Familie, Freunden, Team und Begleiter. Die Tortour 2022 wird wohl für immer als Enttäuschung in Erinnerung bleiben.


Hier die Daten von der Fahrt von Fabienne:







Ergänzungen Cycling Unit

Die Tortour 2022 forderte aufgrund der schlechten Wetterbedingungen den Fahrerinnen und Fahrer alles ab. Wir haben mit Fabienne und den andere Fahrerinnen und Fahrer mit gefiebert. Als wir von der Aufgabe von Fabienne 40km vor dem Ziel erfahren haben, waren wir geschockt. Was war passiert? Wie sie oben beschrieben hat, machte der Körper nicht mehr mit. So unglaublich hart es sein mag, 40km vor dem Ziel aufgeben zu müssen, war es richtig und wichtig an dieser Stelle aufzugeben. Der Körper zeigt uns auf wo die Grenzen sind. Wir sind froh, dass Fabienne nicht passiert ist und sie gesund und munter, bereits am nächsten Tag wieder auf dem Velo sass.

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